Ein Schulleiter i. R. plaudert --- aktualisiert am 6. August 2022
                                                                                                                
Nr.Limerick
001Voll müde kam Fritz in die Schule
und schlief sofort ein auf dem Stuhle.
Im Traum aß er Eis
mit Himbeeren heiß,
Dann weckte ihn leider die Jule.
002Zu Halloween klingeln die Geister
woll’n Süßes, sonst werden sie dreister.
Mein Dobermann kam,
da wurden sie zahm.
Die Geister, die hab‘n jetzt ‘nen Meister.
003Der Primus in Deutsch und in Mathe
bekam eine "1" und ich hatte
ne "6" wie gemein,
ich wollt’ besser sein.
Das gab Daheim eine Debatte.
004In meinem Dorf gab es den Reiner,
der groß und so fies war wie keiner.
Da trat wie ein Beben
ein Weib in sein Leben.
Die machte den Reiner dann kleiner.
005Im Sommer, da ist es oft heiß,
doch unsere Lehrerin weiß,
dass Kinder, die schwitzen
und unruhig sitzen
nur noch funktionieren mit Eis.
006Herr Biedermann wünscht sich ’ne Braut
ganz brav und auch recht gut gebaut.
Er mag’s etwas scheu
natürlich auch treu
und nachts auch ein wenig versaut.
007Schneewittchen hat oft in der Nacht
Mit Zwergen gespielt und gelacht
Was hat sie getrieben
mit den sieben Lieben?
Ich denk‘ nur - sie hat’s gern gemacht
008Hat jemand die Zahlen „verbogen”,
Dann hat er noch lang' nicht gelogen.
Jongliere gelassen
Bis alle Zahl'n passen.
So machen's die Soziologen (Politologen).
009Im Schloss gab es gestern ’nen Mord.
Die Polizei sucht nun den Lord.
Doch der ist vor Stunden
ganz spurlos verschwunden.
Der Lord ist mit Geld und Ford fort.
010Es gibt einen Mann, der in Kiel
gern Bier trinkt und zwar reichlich viel.
Zwei Liter pro Stund‘
schickt er durch den Schlund.
Mehr schafft auch kein Flusspferd am Nil.
011Zum Fasching, da geh‘n manche Frau’n
schön bunt kostümiert wie ein Clown.
Sie geben dann an
wie sonst nur ein Mann
Das ist interessant anzuschau’n.
012Im Wirtshaus, da spielen die Männer,
den Chef und den großen Auskenner.
Doch ich weiß genau
Daheim herrscht die Frau.
Manch Mann fühlt sich dann wie ein Penner.
013Ich sehe bei Tag und bei Nacht,
besorgt, was die Menschheit so macht.
Viel Dreck und viel Schutt,
viel ist schon kaputt.
Was hat sich Gott da bloß gedacht?
014
Bei uns hinter‘m Haus steht ein Wasserfass,
wenn einer da reinspringt, dann ist er nass.
Im Mai sprang noch keiner,
im Juni sprang Reiner.
Im Juli war auch uns‘re Anna nass.
015Die Diskussion geht wieder heiß her.
Der Enkel hat Recht und das weiß er.
Er weiß alles besser,
der kleine Erstklässer.
Er ist halt ein echter Klugscheißer.
016Ein jeder sagt mir, dass das Laufen
gesund sei, doch darf ich nicht schnaufen.
Da ich das nicht schaff’
denn ich bin zu schlaff
werd’ ich mir wohl ein E-Bike kaufen.
017Ein Liebespaar aus Hinterzarten,
das wollt‘ mit der Liebe nicht warten.
Der Druck war so groß!
Was macht man da bloß?
Sie liebten sich schon im Vorgarten.
018Die Domina sprach zu ihr’m Gatten:
„Geliebt wird auf Bodenturnmatten!”
Nun geht sie an Krücken,
kann sich nicht mehr bücken.
Nix Liebe, sie hör’n jetzt Schallplatten.
019Im Keller hab‘ ich alte Decken,
darin kann ich Vieles verstecken.
Dort liegt nun seit Stunden,
das, was ich erfunden:
Mein rundes Quadrat mit drei Ecken.
020Ich weiß, dass der Monat April
beim Wetter das macht, was er will.
Mal blüht schon der Klee,
mal liegt auch noch Schnee.
Da brauche ich noch keinen Grill.
021Geht das Leben auf Erden vorbei
gibt es Tränen und oft auch Geschrei.
Ja, ich kann das verstehen,
denn ein Jeder muss gehen.
Doch vielleicht sind wir dann wirklich frei. 
022Mein Freund in der Schule heißt Peter,
zum Unterricht kommt er meist später.
Doch dann kracht er auf,
macht Unsinn zu Hauf.
Zum Schluss lacht er kess und dann geht er.
023Wie lang‘ blühen wohl meine Narzissen?
Ja, das möchte ich dieses Jahr wissen.
Ich werd‘ fotografieren,
alles dokumentieren,
doch das Wetter ist leider beschissen
024Mein alter Freund, der hat in Hessen
kein Geld mehr für Trinken und Essen.
Ich riet ihm vor Jahren:
„Du musst eben sparen!”
Jetzt stirbt er - ich kann ihn vergessen.
025Beim Squaredance, da geht‘s hin und her
mal vor mal zurück und mal quer.
Mal zum Gegenüber -
mal drunter und drüber.
Am Ende, da weiß ich nichts mehr.
026Die Stimmung beim Tanzen ist heiter.
Der Caller treibt uns immer weiter.
Ich fühl‘ mich so wohl,
im Kopf etwas hohl
Zum Schluss bin ich etwas gescheiter
027Vier Paare steh‘n ganz akkurat
in einem gedachten Quadrat.
Doch ein Student schon weiß,
Circle Left ist ein Kreis
Ein Glück, denn das kann ich noch grad‘.
028Ein älterer Herr aus Bad Steben,
der wollte so gern 'was erleben.
Er trank schon um vier
die erste Maß Bier.
Die Zehnte konnt' er nicht mehr heben.
029Die Eltern sind keine Hellseher,
drum denken wir, du freust dich eher,
wenn jetzt dieser Schein
dein Eigen wird sein
als Zuschuss für den Rasenmäher.
030Dem Kasimir, wohnhaft in Polen,
dem wurde das Auto gestohlen.
Sein Sohn sprach am Morgen:
„Mach dir keine Sorgen!
Ich kann aus Berlin dir ‘was holen!”
031Ja manchmal, da geht es ganz fix,
da schreibe ich zehn Limericks.
Trag‘ ich meinen Hut,
gelingen sie gut.
Ein jeder hat so seine Ticks
032Ich sag‘ es mal hier im Vertrauen,
die Frauen sind heute die Schlauen.
Die Frau sagt: „ Ich will!”
Der Mann ist dann still.
So lieben wir unsere Frauen.
033Wenn Frau‘n bei der Arbeit genauer
als Männer sind, wird manch‘ Mann sauer.
Die Frauen sind besser
und sind auch noch kesser.
Die Frauen, die haben mehr Power.
034Als Mann möchte ich einmal fragen:
Was hat ein Mann heut‘ noch zu sagen?”
Ihr Männer gebt Acht,
die Frau hat die Macht.
Das müssen wir Männer ertragen.
035Ich kenn‘ eine Frau in Berlin,
die mag den Geruch von Benzin.
Sie sagt auch ganz kess:
„Ich lieb‘ die PS
und habe nun mal diesen Spleen.”
036Mein uralter Freund, der heißt Kalle,
der wohnt seit zehn Jahren in Halle.
Im Laufe der Jahre
verlor er die Haare.
Karl lacht nur: „Ich hab‘ nicht mehr alle!” 
037Mein Zahnarzt, und das ist ist mir klar,
der reißt viele Zähne pro Jahr.
Er reist auch nach China
mit seiner Frau Tina.
Die Zwei sind ein reizendes Paar
038Es hat eine Dame in Polen
mit neunzig die Unschuld verloren.
Sie beichtet nun allen:
„Das hat mir gefallen!
Ich will das Versäumte nachholen.”
039Ein Parkinsonkranker aus Steben,
der wollte mit Freunden ein‘ heben.
Sie tranken den Wein
in Unmengen rein.
Nur „Parkie” goss alles daneben.
040Die Mutter sprach: „Sei doch nicht blind,
die Männer sind so, wie sie sind!
Erst holen sie gerne
vom Himmel die Sterne.
Und urplötzlich hast du ein Kind.”
041Es gab einen Pfarrer in Essen,
der war sehr auf Buben versessen.
Er spendete Liebe,
genoss seine Triebe.
Die Opfer, die wurden vergessen.
042Soldaten, die träumen vom Sieg,
so schickt man sie halt in den Krieg.
doch bald kommen Boten,
berichten von Toten,
und schimpfen auf die Politik.